Rezepte - Obst und Gemüse

Die Verarbeitung von Gemüse, Obst, Kräutern, Nüssen, Beeren etc. aus dem eigenen Garten kann eine sehr sinnliche und befriedigende Arbeit sein.

Das Erfolgserlebnis, wenn die Köstlichkeiten wachsen und gedeihen, die Freude bei der Ernte, die guten Düfte bei der Verarbeitung und zuletzt das Genießen der selbst hergestellten Lebensmittel - all das erfüllt mich mit dem Gefühl, nützliche und sinnvolle Arbeit zu leisten.


Kandierte Engelwurzstängel

250 g Engelwurzstängel
1 l Wasser
1 kg Zucker

Engelwurzstängel vor der Blüte abschneiden, da sie zu diesem Zeitpunkt feiner im Geschmack und weicher sind.
Max. 10 Minuten in Wasser köcheln lassen und dann mit kaltem Wasser abschrecken.
Zucker in heißem Wasser auflösen und die Stängel hineingeben. 3 Minuten köcheln lassen.
Über Nacht zugedeckt ziehen lassen.
Am nächsten Tag die Stägel herausnehmen und das Zuckerwasser 10 Minuten abgedeckt köcheln lassen.
Stängel wieder hineingeben, nochmals kurz köcheln lassen und wieder zugedeckt 12 Stunden ziehen lassen.
Stängel herausnehmen, abtropfen lassen und auf ein Backblech auflegen. Im Rohr bei niedrigster Hitze trocknen lassen, bis nichts mehr klebt.
Entweder die Stängel ganz lassen oder in kleine Stücke schneiden.


Paprikasenf

40 Paprika (grün, rot, gelb, scharf, mild, Chili, ganz nach belieben!)
2 grosse Zwiebeln
1/4 l Essig
2 EL Zucker
1 EL Salz
1/8 l Olivenöl
1 kg Senf

Paprika fein schneiden (oder noch besser mit einem Gemüsehobel hobeln, je feiner umso besser). Zwiebeln auch fein schneiden. Zucker und Salz im Essig auflösen und Paprika und Zwiebeln 1/4 Stunde in diesem Essig köcheln lassen.
Das ganze in den Senf einrühren und das Öl auch noch dazugeben.
In Gläser füllen und gut verschliessen.
Sehr gut haltbar und passt zur Jause oder zum Braten.

Schneeballmarmelade

1000 g Schneballbeeren
1000 g Gelierzucker 1:1
oder 500 g Honig und entsprechendes Geliermittel (Konfigel, AgarAgar...)

Laut allgemeiner Meinung ist der gemeine Schneeball (Viburnum opulus), auch liebevoll "Herzerlbeere" aufgrund der herzförmigen Steinkerne genannt, ja giftig. Roh sollte man die Früchte tatsächlich nicht essen, da sie leicht giftige Inhaltsstoff besitzen. (Wie auch der schwarze Holunder). Beim Erhitzen werden die bedenklichen Stoffe (Viburnin, Baldrian- und Buttersäure) jedoch zum Großteil umgewandelt. Die Früchte sollten gut reif sein (Mitte September/Anfang Oktober, je nach Lage und Witterung). Wenn sie zu lang am Strauch bleiben, so bleiben in der marmelade zuviel Baldrian- und Buttersäure enthalten und machen sie ungenießbar.

Mich erinnert das herb-säuerliche Aroma und auch der Duft an Preiselbeeren. Entweder man mag den eigenen Geschmack der Schneeballmarmelade, oder nicht. Ich mag ihn!

Als Brotaufstrich sowie auch als Beilage zu Fleisch sehr geeignet!

Vogelbeergelee

Vogelbeeren
Zucker oder Honig

Die reifen, jedoch noch nicht mehligen, Vogelbeeren von den Stielen befreien, waschen und in einem Topf knapp mit Wasser übergießen. Langsam vollständig zerkochen. Den Saft durchseihen und wiegen. Auf einen halben kg Saft kommt ein halber kg Zucker. Beides vermischen und so lange kochen lassen, bis ein auf einen Teller gegebener Tropfen erstarrt.

Herrlich auf einer Semmel mit Butter!!!

Kräuter-Ostereier

Aus einigen zarten Wiesenkräutern und Zwiebelschalen lassen sich liebliche Ostereier gestalten:

Man nehme Zwiebelschalen, gibt sie in einen Topf. Wasser dazugeben und aufkochen, zudeckeln, ziehen lassen.
Inzwischen ein paar filligrane Kräuter von der Wiese holen, auf die Eier legen und mit einem Strumpf fest umspannen und zuschnüren. Die eingepackten Eier in den Zwiebelschalensud geben, kochen und eine Weile drin ziehen lassen, bis die Eier eine schöne, rotbraune Farbe angenommen haben. Rausnehmen, abschrecken, auspacken:


Lebkuchen

Selbstgemachtes, frisch hergestelltes Lebkuchengewürz schmeckt viel intensiver als das herkömmlich gekaufte, darum davon immer ca. die Hälfte von der angegebenen Rezeptmenge verwenden! Sonst wirds zu intensiv!

Lebkuchengewürz:

35 g Zimt
9 g Nelken
2 g Piment
2 g Koriander
2 g Ingwer
1 g Kardamom
1 g Muskatnuss
1 g Anis
1 g Fenchel

Wer eine Getreidemühle hat, kann das alles durch die Mühle mahlen und dann gut vermengen.

Lebkuchen:

700 g Roggenmehl frisch vermahlen (nicht zu fein)
400 g Rohzucker
25 g Honig
20 g Natron
25 g Lebkuchengewürz (frisch)
5 Eier

zu einen Teig verarbeiten und mindestens einen Tag rasten lassen.
Auswalken, Kekse ausstechen, mit einem ganzen Ei bestreichen, mit Nüssen dekorieren. Fertig!
Danke Barbara!


:: Herbstkulinarik


Den Herbst liebe ich besonders. Mit seinen wunderschönen Früchten kann man Köstlichkeiten bereiten, die einen in den Winter hineinbegleiten und in der kalten Jahreszeit die kulinarischen Herzen etwas höher schlagen lassen. Kastaniencreme mit Preiselbeermarmelade und Schlag zum Beispiel. Oder ein saftiges Stück Apfelbrot mit Butter zum Tee. Ofen warm einheizen. Kerze anzünden. Eine gemütliche Jahreszeit naht.



Apfelbrot

30 dag gedörrte Zwetschken
30 dag Walnüsse
25 dag Zucker (ev. weniger, je nach Apfelsorte - und auch Geschmack)
1,5 kg Äpfel gerieben
2 KL Nelkenpulver
2 KL Zimt
etwas Rum

Das ganze über Nacht stehen lassen.

1 kg Mehl (am besten frisch gemahlenes Weizen- oder Dinkelmehl oder gemischt)
2 Pkg. Backpulver

Kleine Wecken formen und bei 180 Grad ca. 90 min. backen.

Eignet sich hervorragend zum Einfrieren. Also gleich im Herbst das Fallobst verwerten und im Winter geniessen! Lass es Dir schmecken, Regina!!! :-)


Kastaniencreme

Wie man die Kastanien für dieses Rezept am besten verarbeitet - darüber streiten sich die Geister. Ich denke, es kommt darauf an, um welche Sorte es sich handelt, wie gross sie sind, etc...

Unsere mittelgrossen, sehr süssen, guten Kastanien koche ich für diesen Zweck, schneide sie mit dem Messer auseinander und hol das Gute mit einem Löffel herraus.

Also, was man braucht:

Kastanien
Milch
Rum
etwas Zucker und Vanille

Die Kastanien wie beschrieben verarbeiten. Dann etwas Milch dazugeben und mit dem Pürrierstab mixen. Wenn die Masse noch zu fest ist, noch etwas Milch zufügen. Abschmecken mit Rum und Zucker.

Mit Preiselbeermarmelade und Schlagobers servieren.

Die Creme eignet sich auch sehr gut zum Einfrieren. Gibt im Winter Kraft und Energie!